Schlafende Schönheiten Kassel (2013)

Vom 01. Mai bis 31. Juli 2013 waren in Kassel die "schlafenden Automobilschönheiten" ausgestellt. 

 

Das französische Nationalmuseum Cite de l´Automobile präsentierte unter der künstlerischen Leitung von Heinz W. Jordan, Dr. Dietrich Krahn und Richard Keller vierzig Raritäten der weltberühmten Schlumpf Sammlung in verschiedenen Verfallsstadien.

Rosshaar quillt aus Polstern, blinde Karbidscheinwerfer blicken aus charaktervollen Autogesichtern. Die Schau „Schlafende Automobilschönheiten“, die ab dem 1. Mai im Unternehmenspark zu sehen ist, offenbart eindrucksvolle Kontraste. Und sie vermittelt ein Gefühl für den Wert der Technikschätze. Für Fahrzeuge im Originalzustand zahlen Liebhaber oft ein Mehrfaches dessen, was für restaurierte Oldtimer geboten wird, sagt Heinz W. Jordan, der die Ausstellung zum Stadtjubiläum mitorganisiert: „Man kann jedes Auto neu aufbauen – aber dann ist seine Geschichte weg.“

 

Für manches naturbelassene Exemplar in der Halle, auch wenn es nur als technischer Rumpf vorhanden ist, würden Sammler und Automuseen fünf- bis sechsstellige Beträge zahlen – wenn die Autos denn zu verkaufen wären. Doch sie sind nur Leihgaben aus Kassels französischer Partnerstadt Mulhouse, wo sich aus der Oldtimersammlung der Brüder Schlumpf das weltgrößte Automuseum entwickelt hat.

 

Der Autobauer Mercedes dürfte sich heute Vorwürfe machen, dass er den Schlumpfs 1966 einen seiner Silberpfeil-Rennwagen überlassen hat, mit dem Rennfahrerlegende Rudolf Caracciola in den 1930er-Jahren unter anderem beim Kasseler Bergrennen gestartet ist. Der Wagen gehört zu den wertvollsten Exponaten in der Halle, welche kaum sichtbar, aber sehr umfangreich durch Alarmvorrichtungen und Kameras gesichert ist. Besucher dürfen sich den Stücken ohne Absperrungen nähern.

 

Die Veteranen mit klangvollen Namen wie Bugatti, Hispano-Suiza, Delahaye, Clemént-Bayard, Minerva, Hurtu und Isotta-Fraschini wurden noch nie öffentlich gezeigt und wandern nach der Schau wieder ins Museumsdepot nach Mulhouse, wo insgesamt 150 unrestaurierte Autoschätze schlummern. Das Ausstellungsprojekt in Kassel ist auf bundesweites Interesse der Fachwelt gestoßen, die die Schau als Rahmen für Kongresse rund um die Autorestaurierung nutzen wird. Zur Eröffnungsfeier für geladene Gäste haben sich laut Heinz Jordan Prominente der Autoindustrie wie VW-Vorstandschef Martin Winterkorn und Audi-Entwicklungsvorstand Wolfgang Dürheimer angesagt.

 

Quelle: Hessische/Niedersächsische Allgemeine

 

im Oktober 2017 habe ich das Museum Cite de l´Automobile in Mulhouse besucht

Viel Spaß bei den Fotos!

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