"Führen ist kein Sprint sondern ein Marathon"

Gerrit Bisping

Erfolgreich führen kann man lernen! Ja - allerdings geht das meiner Meinung nach nicht, indem man Seminare besucht oder irgendwelche schlauen Bücher liest. Erfolgreich bist Du aus einem Grund: Du glaubst an das, was Du tust!

 

Der Vergleich Langstreckensportler und Manager ist ein sehr aussagekräftiger Vergleich: "Beides erfordert ein hohes Maß an Kontinuität und Disziplin." Nicht erst mit dem erfolgreichen Absolvieren der Nationalen A-Lizenz im Motorsport habe ich gelernt, dass man ein Rennen nicht in der ersten Runde oder gar in der ersten Kurve gewinnt. Zuoberst steht der Teamgedanke - ohne eine funktionierende Mannschaft im Hintergrund wird der beste Rennfahrer den Sieg nie oder nur durch Zufall einfahren. Dann gibt es feste Regeln von der Anwesenheitspflicht bei der Fahrerbesprechung über Flaggensignale an der Rennstrecke bis zur Teilnahmepflicht an der Siegerehrung (ja, Fernbleiben von der  offiziellen Siegerehrung führt zur nachträglichen Disqualifikation des Teams!)

Als Manager muss ich da ähnlich vorgehen: Teamgedanke umsetzen, die Mannschaft hinter mir versammeln, eine klare Richtung vorgeben. Ich muss mich selbstverständlich an Regeln halten und muss fair bleiben. Im Job werde ich zwar nicht von Sportwarten überwacht - aber Tricksereien werden früher oder später herauskommen. Das ist sicher!

 

"Ressourceneinsatz": dauerhaft Vollgas wird nicht funktionieren - längere Geraden immer zum Durchatmen und neu fokussieren nutzen. Selbsterfahrung bei dem Lizenzkurs: Ich war mit einem durchschnittlich motorisierten Fahrzeug dort angetreten. Da war es klar, dass bei der Fahrprüfung die teilweise doppelt so starken Fahrzeuge auf der Start-/Ziel-Gerade an mir vorbeizogen. Wenn man sich dem bewusst ist (und das war es mir recht bald), dann nutzt man diese 20-30 Sekunden um sich auf die Folgerunde zu fokussieren und zu reflektieren, was in der vorherigen Runde nicht so gut gelaufen war. So ist es mir gelungen, Runde für Runde schneller zu werden, das Auto besser unter Kontrolle zu bekommen und Fehler kein zweites Mal zu machen. Auch hier wieder der Schwenk zum Management: Erstens: quetsche ich meine Mitarbeiter tagtäglich wie eine reife Zitrone aus, wird die Leitung eines Tages wegbrechen. Auch selber hält man es nicht durch, 7 Tage pro Woche Vollgas zu fahren, jeden Arbeitstag 10-12 Stunden ohne richtige Pause durchziehen und daheim kann ich dank neuester Technik ebenfalls noch agieren. Das funktioniert nicht... Sich bewusst zurücknehmen; "Quality-Time", wie es so schön genannt wird; einfach mal reflektieren, Gas rausnehmen. Es bewirkt Wunder. Multitasking gehört da ebenfalls zu... Funktioniert nicht und bewirkt am Ende des Tages das Gegenteil...

 

"nach hinten eng": wenn ich auf zu hohen Verbrauch, zu hohen Verscheiß fahre, wird es nicht gut ausgehen. Ich spreche hier nicht von einem Sprintrennen, was 20-30 Minuten dauert und danach Zeit genug ist, das Fahrzeug notfalls komplett neu aufzubauen (DTM-Fans der vergangenen Jahre wissen, wovon ich rede) - Nein, Langstrecke, bestenfalls auf der Nürburgring Nordschleife bedarf verantwortungsvollen Entscheidungen. Wenn ich das Auto "überfahre" und mir beispielsweise im Streckenabschnitt "Kallenhard" ein Reifen platzt, weil ich zu sehr gepusht habe, dann ist der Weg zurück zur Box ein verdammt weiter und die Konkurrenz zieht gnadenlos auf den nächsten Kilometern an mir vorbei... Jetzt wieder die Adaptierung auf das Management: pushe ich zu hart; will ich am Anfang eines Projekts zu viel; bereite ich die Arbeit schlecht vor; berücksichtige ich einzelne Faktoren nur ungenügend... dann wird es im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten eng.

 

Abläufe ausprobieren, nicht zuviel theoretisieren, Informationen sammeln - aber trotzdem zügig zum Start kommen - aber eben besser vorbereitet. Dann funktionieren Dinge auch längerfristig und nachhaltig!

 

Die letzten Jahre habe ich viele neue Dinge kennengelernt, neue Menschen kennengelernt, Rückschläge erfahren, Ziele gesetzt & erreicht und auch oft nach dem Motto gehandelt, "egal, wir machen das jetzt und hören auf zu diskutieren! - jetzt ist es an der Zeit den einen oder anderen Tipp niederzuschreiben, weiterzugeben, etc. 

 

Wird in loser Reihenfolge immermal wieder erweitert

 

Gerrit Bisping

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...wird in loser Reihenfolge erweitert...

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